Vom Weserstadion bis zur Werkstatt der Zukunft - Ein Treffen voller Impulse: Anfang September kamen die Tischler-Juniorinnen und -Junioren in Bremen zusammen, um sich erneut gemeinsamen Themen zu widmen und das Netzwerk zu stärken.
Das Orga-Team Claudia Krause, Björn Voigt und Philipp Rinke hatte wieder eine Menge Themen im Gepäck – am Ende stand aber das einhellige Feedback: Im Fokus steht der Austausch untereinander.
Nichtsdestotrotz begeisterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem der Beitrag von Judith Müller, youdid Management, die mit der Gruppe zum Thema „Generationenübergreifende Kommunikation“ arbeitete. Dabei war der Ausgangspunkt „New Work“, die neue Arbeitswelt, die Arbeitsgebern wie Arbeitnehmern zusehends neue Fertigkeiten und Sichtweisen abverlangt.
Durch einen Seitenblick auf die Generationen, die sich momentan auf dem Arbeitsmarkt tummeln, wird die Unterschiedlichkeit der Voraussetzungen klar: die Digital Natives arbeiten in Zeiten von KI mit jenen zusammen, die noch an der Schreibmaschine gelernt haben.
Aber sind damit Konflikte automatisch vorprogrammiert? Dieser Frage ging Judith Müller gemeinsam mit der Gruppe nach und siehe da: Oftmals ist es keine Generationenfrage, sondern eine Frage der Kommunikation. Schwierigkeiten und Unterschiede können und sollten angesprochen werden, um sie aufzulösen. Es gilt, einander zuzuhören, denn eines ist heute tatsächlich anders als früher: Man wählt einen Arbeitsplatz nicht in erster Linie, um Geld zu verdienen, sondern um etwas Sinnstiftendes zu tun. Und auch der „allwissende Boss“, der allen sagt, wie es geht, hat mittlerweile ausgedient. Statt autoritärem Führungsstil und Micromanaging, sind heute Mitsprache und Eigenverantwortung gefragt. Das Thema soll beim nächsten Treffen, das am 5. und 6. März 2026 stattfinden wird, fortgeführt und vertieft werden.
Aufschlussreich war für die jungen Tischler auch die Vorstellung des Co-Working-Modells durch Marc Brüning. Der Tischler aus Bremen stellte seine Arbeitsweise vor, die darauf fußt, dass sich mehrere Betriebe Werkstatt, Lager und Maschinenpark teilen. Da die Anwesenden samt und sonders in eigenen Werkstätten arbeiten, gab es einige Nachfragen zum Co-Working. Insbesondere die Tatsache, dass bei Marc Brüning alles analog und mit geringstem administrativem Aufwand „auf Zuruf“ funktioniert, rief Erstaunen hervor. Da man aber nie dümmer fährt, als man angereist ist, wie Marcel Borthfeld von der Tischlerei Klages aus Peine feststellte, wurde auch dieser Beitrag als Bereicherung empfunden.
Wilhelm N. Jahn von Niedersachsen Additiv brachte den Anwesenden den 3D-Druck näher. Vor Ort wurde ein Objekt eingescannt und gedruckt, während der Referent einiges zu den Funktionsweisen der Drucker, zur Beschaffenheit der zur Verfügung stehenden Druckmaterialen und zur verfügbaren Soft – und Freeware berichtete. Unternehmer können sich mit ihren Anliegen direkt und gratis an Niedersachsen Additiv wenden. Gemeinsam werden Problemstellungen betrachtet und oftmals können die Spezialisten, die ihren Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder (Region Hannover) haben, mit einer Lösung aus dem 3D-Drucker aufwarten.
Eine wichtige Information gab Philipp Rinke, Technischer Berater bei Tischler Nord, den Anwesenden mit, als er über die Gefahrenstoffverordnung und den Umgang mit Asbest berichtete. Es wurde deutlich, dass hier nach wie vor Aufklärungs- und Schulungsbedarf besteht – das Gleiche gilt für die Lebensmittelbedarfsgegenständeverordnung.
Ohne ein ordentliches Rahmenprogramm und Zeit für Geselligkeit ist ein Netzwerktreffen nicht denkbar und so machte sich die Gruppe am Nachmittag des ersten Tages auf zu einer Besichtigung des Weserstadions. Hier konnten alle hinter die Kulissen des Bundesligaspielbetriebes schauen und einmal den Blick von der Trainerbank auf das Grün genießen. Nach einer Stippvisite im Wuseum (Museum SV Werder Bremen) klang der Abend bei einem gemeinsamen Abendessen und Bremer Spezialitäten wie „Knipp“ und „Kräuser“ aus.
SAVE THE DATE: Das nächste Treffen der Tischler-Junioren findet am Do. und Fr., 5. und 6. März 2026 statt.





